Am 30. März 1954 wurde ich in Ibbenbüren, Westfalen geboren. Dort habe ich erst die Mittlere Reife gemacht und dann eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei Siemens in Dortmund. An der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg, an der bereits Persönlichkeiten wie Hans-Olaf Henkel und Björn Engholm vor mir studierten, schloss ich mit dem Titel Diplom-Sozialwirt ab (1980).
Bereits seit 1975 lebe ich nun in Lübeck. Lübeck ist seither meine Stadt. Zunächst als Zivildienstleistender bei der AWO. Anschließend war ich von 1983 bis 1992 Geschäftsführer der SPD Lübeck. Von 1992 bis 2000 habe ich Lübeck als direkt gewählter Abgeordneter im Schleswig-Holsteinischen Landtag vertreten. Im Jahr 1999 stimmten die Lübeckerinnen und Lübecker zum ersten Mal in einer Direktwahl über ihren Bürgermeister ab. Das gab es bisher in der langen lübschen Geschichte noch nicht. Die Lübeckerinnen und Lübecker wählten mich dann zum 228. Bürgermeister der Hansestadt Lübeck.
Mitglied der SPD bin ich seit 1972 und das aus guten Grund. Unsere Familie hatte nie viel Geld. Aber meine Eltern bestanden darauf, dass ich und meine Geschwister eine gute Ausbildung bekommen. Das Geld für die höhere Schule reichte aber nur für ein Kind. So durfte meine ältere Schwester auf das Gymnasium. Die sozialdemokratische Bildungsreform Willy Brandt´s hat mir dann erst ermöglicht, dass ich später auch studieren konnte. Gute Bildungschancen für alle unabhängig von Herkunft und Einkommen der Eltern, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, ist für mich noch immer Kern der sozialdemokratischen Idee. Das war für mich auch der Antrieb, nicht nur in der SPD mitzuarbeiten, sondern mich auch bei der AWO zu engagieren und das AWO Jugendwerk aus der Taufe zu heben, dessen Bundesvorsitzender ich dann auch von 1980 – 1984 war.
Angesichts des demografischen und Fachkräftemangels ist Bildung mehr denn je der Schlüssel für die Zukunft unserer Gesellschaft. Wir können es uns mehr denn je nicht mehr zu lassen, dass Jugendliche ohne Abschluss die Schule verlassen oder keinen Ausbildung bekommen.
In meiner Freizeit versuche ich, mich mit Fahrradfahren fit zu halten, bei Freunden mitzusegeln oder genieße es einfach auch, zu Hause zu sein, einen Krimi zu lesen oder für Freunde zu kochen.
Ich habe mich entschlossen, weiter zu machen, weil viel erreicht wurde und noch viel zu machen ist. Ich hatte in den letzten Jahren die Chance, dank der sehr engagierten und motivierten Zusammenarbeit mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung, aber auch dank der Begegnung und Zusammenarbeit mit den Lübeckerinnen und Lübeckern, viel für unsere Stadt zu erreichen, dass sich nun bei neuen Projekten auszahlt und das Fundament für die Zukunft unserer Stadt ist. Viele Projekte sind in Arbeit, viele Projekte liegen noch vor uns. Ich möchte gerne diese Projekte umsetzen und gemeinsam mit den Lübeckerinnen und Lübeckern weiter an der Zukunft Lübecks arbeiten.